• Eine aktuelle Studie mit dem Titel „Ernährungserziehung in Rumänien“, durchgeführt von Agricola in Zusammenarbeit mit iVox Eine Studie vom 19. bis 31. März 2025 zeigt, dass nur die Hälfte der Rumänen vor dem Kauf häufig die Produktetiketten liest.
Allerdings haben über 80 % der Verbraucher Schwierigkeiten, schädliche Inhaltsstoffe zu identifizieren oder wissen nicht, um welche Inhaltsstoffe es sich handelt. Die Studie, die auf eine repräsentative Stichprobe von 1.055 Menschen aus städtischen und ländlichen Gebieten angewendet wurde, verdeutlicht sowohl das Interesse der Rumänen an gesunder Ernährung als auch die Lücken in der Ernährungserziehung.
Bei der Kontrolle der Etiketten achten die Rumänen am meisten auf die Zutatenliste (78,95 %), gefolgt vom Zucker- und Süßstoffgehalt (48,55 %) und den Nährwerten (42,86 %). Besonders die Generation X im Alter zwischen 45 und 60 Jahren interessiert sich am meisten für die Zutatenliste: 81,52 % von ihnen schauen häufig dort nach. Allerdings verstehen nur 20 % der Befragten die Unterschiede zwischen Begriffen wie „natürlich“, „biologisch“ oder „gesund“, während 65 % richtig wissen, was es bedeutet, ein Produkt auf natürliche Weise anzureichern.

Für 21,7 % der Verbraucher ist die Herkunft der Zutaten ein wichtiger Faktor. Sie bevorzugen regionale Lebensmittel oder Lebensmittel von vertrauenswürdigen Marken. Über 50 % der Befragten entscheiden sich für höherwertige Produkte, wenn ihr Budget dies zulässt. Was die Gesundheit betrifft, legen 77 % der Rumänen Wert auf eine gesunde Ernährung, doch nur 40 % meinen, dass sie sich „gut“ ernähren, während 50 % sie als „durchschnittlich“ bezeichnen.
Ausgewogene Ernährung im Trend
Besonders hervorzuheben ist bei der Generation Z das gestiegene Interesse an einer ausgewogenen Ernährung: Über 85 % der Jugendlichen legen großen Wert auf diesen Aspekt. Der einfache Zugang zu Informationen, insbesondere über soziale Plattformen, trägt zu diesem Trend bei, da junge Menschen häufig mit Inhalten interagieren, die einen gesunden Lebensstil fördern. Zu den Hauptgründen, warum Rumänen auf ihren Konsum achten, zählen die Vorbeugung langfristiger Gesundheitsprobleme (75,19 %), das tägliche Wohlbefinden (49,95 %) und der Wunsch, produktiver zu sein (37,16 %).

Neben der Ernährung erachten die Rumänen einen guten Schlaf (57,14 %), die Begrenzung des Zucker-, Salz- und Fettkonsums (48,01 %) und die 2- bis 3-malige Ausübung von Sport pro Woche (44,15 %) als wesentlich für einen ausgewogenen Lebensstil. Allerdings ist der Informationsstand zum Thema Ernährung nach wie vor gering: Nur 13,75 % der Befragten halten sich für sehr gut informiert und wenden Ernährungsprinzipien täglich an, 56,71 % verfügen über solide Kenntnisse, setzen diese aber nicht immer in die Praxis um und 27,5 % sind nur teilweise informiert.
Die Informationsquellen variieren je nach Generation. Nur 47 % der Rumänen wenden sich an Ärzte oder Ernährungsberater, während 20 % auf soziale Netzwerke vertrauen. Vor allem die Generation Z bevorzugt Plattformen wie TikTok, Instagram oder YouTube: 37 % der Jugendlichen informieren sich dort. Im Gegensatz dazu wenden sich Millennials an Spezialisten (51,13 %) und die Generation X konsultiert hauptsächlich Fachblogs (51,27 %).

Der Preis bleibt das entscheidende Kaufkriterium
Bei Bio-Produkten entscheiden sich 39 % der Befragten dafür, weil sie als gesünder gelten und weniger Zusatzstoffe oder Pestizide enthalten. Bei der Generation Z ist dieser Trend (44,64 %) noch stärker ausgeprägt. Weitere Gründe sind der bessere Geschmack (20,62 %) und positive Auswirkungen auf die Umwelt (16,54 %). Der Preis bleibt jedoch ein entscheidender Faktor: 57 % der Verbraucher würden für Bio-Produkte mehr bezahlen, allerdings nur, wenn der Preisunterschied maximal 10–15 % beträgt. Für 23 % der Befragten sind die Kosten das wichtigste Auswahlkriterium.
Die Studie betont die Bedeutung informierter Entscheidungen für eine gesunde Ernährung und unterstreicht die Notwendigkeit einer Ernährungserziehung. Durch die Förderung der Etikettenkontrolle und verantwortungsvoller Entscheidungen ermutigt die Studie die Verbraucher, bewusster darauf zu achten, was sie auf ihren Teller tun, und sich für qualitativ hochwertige, sichere und, wenn möglich, regionale Produkte zu entscheiden.
Quelle des Artikels: Nur jeder zweite Rumäne liest regelmäßig die Etiketten gekaufter Produkte
Artikel geschrieben von Gabriela Dan, Chefredakteurin Arta Albă
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