• Der Bericht „Sweet Trends 2025“ von Südzucker, einem der führenden Unternehmen der europäischen Lebensmittelindustrie, beleuchtet die Vorlieben der Verbraucher in Bezug auf verarbeitete Lebensmittel und Getränke.
Der Bericht basiert auf einer umfassenden Studie mit 6.010 Verbrauchern aus mehreren Ländern und analysiert die wichtigsten Faktoren, die Kaufentscheidungen beeinflussen. Dabei wird ein klarer Trend hervorgehoben: Natürlichkeit wird zu einem wesentlichen Kriterium, das Gesundheit, Geschmack und Nachhaltigkeit miteinander verbindet.
Im Kontext eines globalen Marktes, der von wirtschaftlicher und politischer Instabilität geprägt ist, heißt es in der Studie südzuckerGeschmack, Gesundheit und Preis bleiben die drei wichtigsten Säulen der Kaufentscheidungen der Verbraucher – ein konstanter Trend seit 2011. Der Bericht 2025 zeigt jedoch eine signifikante Veränderung: Die Wahl natürlicher Produkte gewinnt rasant an Bedeutung und wird in allen analysierten Ländern zu einem entscheidenden Faktor. Während Geschmack und Gesundheit im Vergleich zu 2024 an Bedeutung gewonnen haben, blieb der Preis stabil, mit einem leichten Rückgang zwischen 2023 und 2024.

Natürlichkeit ist nicht nur ein Trend, sondern verbindet alle wichtigen Kaufkriterien: Geschmack, Gesundheit, Nachhaltigkeit und Regionalität. Verbraucher verbinden natürliche Zutaten mit Gesundheit (80 % glauben, dass Produkte mit natürlichen Zutaten gesünder sind) und Authentizität. In Ländern wie Polen und Italien sind natürliche Zutaten fast so wichtig wie der Preis und liegen im Ranking der Kaufkriterien fast auf Platz XNUMX. Für Verbraucher, die spezielle Diäten einhalten oder häufig Bio-Produkte konsumieren, ist Natürlichkeit sogar noch wichtiger als der Preis und steht nach Gesundheit und Geschmack an dritter Stelle.
Generation Z und Nachhaltigkeit
Der Bericht zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Generationen auf. Die Generation Z und die Babyboomer legen mehr Wert auf Geschmack, während Nachhaltigkeit und Preis für die Generation Z Priorität haben. Angesichts der steigenden Kaufkraft dieser Generation wird Nachhaltigkeit in Zukunft voraussichtlich noch relevanter werden. So spüren beispielsweise 72 % der europäischen Konsumgüterhersteller einen erheblichen Druck der Verbraucher, etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen.
Verbraucher fordern weiterhin Transparenz, doch die Zeit, die sie mit dem Lesen von Informationen auf Verpackungen verbringen, nimmt ab. Mehr als zwei Drittel der Verbraucher legen Wert darauf, die Zusammensetzung eines Produkts zu verstehen, bevorzugen aber Informationen, die schnell und einfach verständlich sind. Etiketten wie "Ampel" oder "Nutri-Score" verlieren an Relevanz, und das Vertrauen in solche Labels ist laut einer Studie seit 10 um 2021 % gesunken EuromonitorVerbraucher sind weniger bereit, neue Produkte ausschließlich aufgrund dieser Etiketten auszuprobieren, was den Bedarf an Authentizität und Klarheit unterstreicht.

Gesundheit bei Süßwaren: Mehr als nur Zuckerreduzierung
Bei süßen Produkten geht es für die Gesundheit nicht nur um weniger Kalorien oder Zucker. Verbraucher legen Wert auf natürliche Zutaten, transparente Prozesse und den Verzicht auf Zusatzstoffe. Die wichtigsten Aspekte sind:
- Natürliche Zutaten: Verbraucher bevorzugen erkennbare Zutaten in Verbindung mit sauberen Etiketten.
- Keine Zusatzstoffe: Kurze Zutatenlisten mit bekannten Elementen werden sehr geschätzt.
- Übersichtliche Verarbeitung: Transparente Produktionsmethoden schaffen Vertrauen.
Die Reduzierung des Zuckergehalts bleibt eine Herausforderung, insbesondere bei Erfrischungsgetränken und Müsli, wo sie relevanter ist als bei Backwaren oder gefrorenen Desserts. Der Geschmack steht jedoch weiterhin an erster Stelle, und Verbraucher werden in dieser Hinsicht keine Kompromisse eingehen, selbst wenn das Produkt weniger Zucker enthält.

Nachhaltigkeit bleibt relevant, aber der Preis entscheidet
Obwohl Nachhaltigkeit gegenüber anderen Kaufkriterien an Bedeutung verloren hat, bleibt sie insbesondere für die Generation Y relevant. Der Bericht stellt fest, dass über 50 % der Verbraucher Nachhaltigkeit für wichtig halten, insbesondere in der Kategorie Müsli und Müsliriegel. Die Lebenshaltungskostenkrise hat jedoch dazu geführt, dass die Verbraucher verstärkt auf die Maximierung ihres Budgets achten, was ihre Bereitschaft, mehr für nachhaltige Produkte zu bezahlen, verringert hat. Nur 11 % der europäischen Verbraucher sind bereit, einen höheren Preis für umweltfreundliche Produkte zu zahlen – ein Rückgang von 6 % im Vergleich zu 2020.
Verbraucher sind sich des Klimawandels bewusst und möchten positiv dazu beitragen. Doch mangelndes Vertrauen in Nachhaltigkeitsversprechen und die Wahrnehmung, diese seien die Norm und kein Differenzierungsmerkmal, mindern den Einfluss dieses Kriteriums. Hersteller müssen die tatsächlichen Auswirkungen ihrer Produkte deutlicher kommunizieren, um das Vertrauen der Verbraucher zurückzugewinnen.
Der Bio-Konsum bleibt relativ stabil: 88 % der Verbraucher kaufen zumindest gelegentlich Bio-Produkte. Die Generation Z ist führend: 96 % von ihnen konsumieren Bio-Produkte im Vergleich zu älteren Generationen. Für Bio-Konsumenten sind Gesundheit, Geschmack und natürliche Zutaten wichtiger als der Preis, und sie sind bereit, für Qualität mehr zu bezahlen.

Was wird für die kommende Zeit prognostiziert?
Der Südzucker 2025-Bericht verdeutlicht einen deutlichen Wandel im Verbraucherverhalten. Angesichts wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheiten müssen sich die Hersteller schnell an die Verbraucherpräferenzen anpassen. Natürlichkeit und Authentizität bleiben weiterhin Schlüsselfaktoren, und eine klare und transparente Kommunikation spielt eine entscheidende Rolle bei der Rückgewinnung des Verbrauchervertrauens. Lösungen, die Geschmack, Gesundheit und natürliche Zutaten vereinen, ohne Kompromisse bei der Erschwinglichkeit einzugehen, werden die wettbewerbsfähigsten sein.
Artikel geschrieben von Gabriela Dan, Chefredakteurin Arta Albă
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