Bild: AFP, Gulf News
Am 4. August 2020 ereignete sich in einem Lagerhaus im Hafen von Beirut eine verheerende Explosion. Das Ereignis forderte zahlreiche Todesopfer und führte zur Zerstörung des wichtigsten Weizensilos des Libanon. Zum Zeitpunkt der Explosion waren in dem 120.000 Tonnen schweren Silo in Beirut 15.000 Tonnen Weizen gelagert. Derzeit verfügt das Land nur über Getreidereserven für einen Monat.
Der Grund für die Explosion war die unsichere Lagerung von 2.750 Tonnen Ammoniumnitrat. Die Ladung brennbarer Materialien befand sich seit sechs Jahren an diesem Ort, aber niemand hatte es sich zur Aufgabe gemacht, das Gebiet zu sichern und zu schützen. "Es ist nicht hinnehmbar, dass eine Ladung Ammoniumnitrat, geschätzt auf 2.750 Tonnen, ohne Vorsichtsmaßnahmen sechs Jahre lang in einem Lagerhaus gelagert wurde„, erklärte der Premierminister vor dem Obersten Verteidigungsrat, der zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenkam.
15.000 Tonnen Weizen wurden durch die Explosion zerstört

Wirtschaftsminister Raoul Nehme erklärte, mehrere Schiffe mit Vorräten seien bereits unterwegs und man suche derzeit nach weiteren Lagerplätzen. Möglicherweise wird das Getreide in Lagerhäusern gelagert, die 2 km vom Hafen von Tripolis, der zweitgrößten Stadt des Libanon, entfernt liegen. Um die Ernährungssicherheit des Landes zu gewährleisten, benötigt das Land Vorräte, die mindestens drei Monate reichen.
Am Tag nach der Explosion (5. August 2020) gab der Irak bekannt, dass er dem Libanon eine Menge Weizen liefern werde, um einen Teil des Defizits zu decken.
Zusätzlich zu den Weizenverlusten machte die Explosion im Libanon mehr als 200.000 Menschen obdachlos. Das Land befindet sich drei Tage lang in Staatstrauer, nachdem 3 Menschen verletzt wurden und mindestens 4.000 starben.



Ich lese Ihren Artikel mit Interesse, danke. Malissa Thatch Clover
Danke schön! Wir freuen uns, dass es Ihnen gefallen hat!
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