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Der Optimismus unter rumänischen Wirtschaftsführern hat einen Fünfjahrestiefstand erreicht, doch die Unternehmen beschleunigen Expansion und Innovation.

• Laut der neuesten Ausgabe der PwC Global CEO Survey 2026, die auf der Grundlage der Antworten von 4.454 CEOs aus 95 Ländern und Gebieten (darunter 79 Führungskräfte aus Rumänien) durchgeführt wurde, hat das Vertrauen in die Aussichten auf Wirtschaftswachstum zuletzt ein niedriges Niveau erreicht.

Die zwischen dem 30. September und dem 10. November 2025 durchgeführte Umfrage verdeutlicht eine interessante Diskrepanz: Während die CEOs mit Blick auf die nahe Zukunft zunehmend vorsichtig agieren, verfolgen viele rumänische Unternehmen ehrgeizige Entwicklungs- und Diversifizierungsstrategien.

Lediglich ein Viertel (25 %) der rumänischen CEOs ist sehr oder extrem zuversichtlich, dass die Umsätze ihrer Unternehmen in den nächsten zwölf Monaten steigen werden – der niedrigste Wert der letzten fünf Jahre. Dies liegt unter dem globalen Durchschnitt (30 %) und deutlich unter dem Wert in Mittel- und Osteuropa (42 %). Auch mit Blick auf die nächsten drei Jahre bleibt der Optimismus verhalten: Nur 39 % der Befragten zeigen sich zuversichtlich hinsichtlich des Wachstumspotenzials ihrer Unternehmen, ein Rückgang gegenüber früheren Studien.

Die Daten belegen jedoch eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit des rumänischen Wirtschaftsstandorts. Mehr als die Hälfte der teilnehmenden Unternehmen (57 %) konnte ihren Marktanteil in den letzten fünf Jahren steigern – ein höherer Prozentsatz als der globale (42 %) und der regionale Durchschnitt (46 %). Gleichzeitig erschlossen 52 % der Befragten im selben Zeitraum neue Geschäftsfelder, und 46 % planen, in den nächsten drei Jahren mindestens eine bedeutende Akquisition zu tätigen.

Diese strategischen Schritte deuten auf einen proaktiven Umgang mit Unsicherheiten hin: Führungskräfte bevorzugen es, entschlossen zu handeln und Chancen wie günstigere Vermögensbewertungen oder den Rückzug weniger gut vorbereiteter Wettbewerber zu nutzen.

PwC Global CEO Survey 2026

Einführung von künstlicher Intelligenz in organisatorischen Prozessen

Ein eigenes Kapitel widmet sich der Einführung künstlicher Intelligenz (KI). Obwohl Technologie als wichtiger Transformationstreiber gilt, sind die konkreten finanziellen Auswirkungen noch begrenzt. Nur 12 % der rumänischen Führungskräfte berichten, dass KI gleichzeitig zu Mehreinnahmen und Kostensenkungen geführt hat – ein Wert, der dem globalen und regionalen Durchschnitt entspricht. Über die Hälfte der Führungskräfte räumt ein, dass die Integration von KI in die Kernprozesse des Unternehmens noch gering ist. Andererseits gibt es auch positive Signale: Fast die Hälfte (48 %) verfügt bereits über eine dedizierte KI-Strategie, und zwei Drittel (67 %) sind der Ansicht, dass ihr Unternehmen eine positive Einstellung gegenüber der Technologie pflegt. Rumänien zeichnet sich zudem durch überdurchschnittlich hohe Werte beim Einsatz von KI für Produktentwicklung, Nachfragesteigerung und die Formulierung von Geschäftsstrategien aus.

Die größten Sorgen von Unternehmensführern bleiben Inflation, makroökonomische Volatilität und geopolitische Spannungen. Ein Drittel der Befragten sieht ihre Unternehmen stark von wirtschaftlicher Instabilität und Preissteigerungen betroffen (gegenüber dem Vorjahr), und 28 % sehen ein hohes Risiko durch internationale Konflikte. Fast die Hälfte (43 %) gibt an, dass diese Instabilitäten ihre Bereitschaft zu größeren Investitionen verringert haben, und 32 % erwarten Druck auf die Gewinnmargen durch Handelszölle – sowohl über dem globalen als auch dem regionalen Durchschnitt.

Ein Aspekt, der Beachtung verdient, ist die offensichtliche Unterschätzung von Cyberrisiken: Nur 18 % der rumänischen Führungskräfte stufen Cyberbedrohungen als hochgradig für ihr Unternehmen ein, verglichen mit fast einem Drittel (31 %) weltweit. Diese Diskrepanz deutet nicht zwangsläufig auf eine überlegene Sicherheit hin, sondern vielmehr auf ein nach wie vor geringeres Risiko schwerwiegender Vorfälle dieser Art.

Insgesamt zeichnet die PwC-CEO-Studie für Rumänien 2026 das Bild eines ausgereiften Geschäftsumfelds, in dem Risikobewusstsein mit dem klaren Willen einhergeht, in Diversifizierung, digitale Innovation und strategische Konsolidierung zu investieren. Lokale Unternehmen scheinen Unsicherheit als Katalysator für rasche Anpassung zu nutzen und positionieren Rumänien damit als dynamischen Akteur in Mittel- und Osteuropa.

Quelle des Artikels: PwC Global CEO Survey 2026

Artikel geschrieben von Gabriela Dan, Chefredakteurin von Arta Alba

Lesen Sie weiter über Weiße Kunst und: Interview mit Mircea Ureche – „Es ist schwer, Erfolg für mich selbst zu definieren. (...) Aber ich denke, es ist wichtig, die Balance zu bewahren und ruhig zu bleiben.“

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