• Mintel, ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich der Marktanalyse, hat drei wichtige Prognosen für Hersteller in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie veröffentlicht.
In einer von Unsicherheit geprägten Welt suchen Konsumenten nicht nur nach Nahrungsmitteln, sondern auch nach emotionalen Ankern, ernährungsphysiologischer Vielfalt und sinnlichen Erlebnissen, um dem Alltagstrott entgegenzuwirken. Das Marktforschungsinstitut Mintel prognostiziert drei Hauptrichtungen, die die Innovationen in der Lebensmittelindustrie bis 2026 prägen werden: eine Rückbesinnung auf traditionelle Werte, eine Diversifizierung der Ernährung durch künstliche Intelligenz und der gezielte Einsatz der Sinne, um auch vulnerable Verbrauchergruppen einzubeziehen.

1. Zuflucht in der Tradition
Nostalgie bezieht sich nicht mehr auf ein bestimmtes Jahr, sondern auf die Wahrnehmung, dass das Leben einfacher war. Millennials zwischen 28 und 45 Jahren, die sich etwa in der Mitte ihres Lebens befinden, entdecken alte Rezepte wieder und "Hobbys der Großeltern" In einer von Krisen aller Art geprägten Realität nach Frieden zu suchen, ist ein wichtiger Schritt. Bis 2030 wird diese Suche nach Authentizität haltbaren Lebensmitteln zu neuem Aufschwung verhelfen: Konserven, Tiefkühlprodukte und Trockenwaren werden für ihre Effizienz und Vielseitigkeit geschätzt. Die Regale der Supermärkte verwandeln sich in Entdeckungsräume, in denen Gourmetmarken in nachhaltigen Verpackungen die Aufmerksamkeit einer neuen Generation von Konsumenten auf sich ziehen, die auf alle Eventualitäten vorbereitet sind.

2. Vielfalt auf dem Teller: Von der Maximierung zur Ausgewogenheit
Protein und Ballaststoffe dominieren derzeit die Ernährungsdiskussion, doch bis 2030 wird sich der Fokus auf inklusive und vielfältige Ernährungsweisen verlagern. Verbraucher werden das Prinzip der Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion (DEI) auf Lebensmittel anwenden und sich wünschen, dass… "DEI-ete" das verhindert Monotonie. Künstliche Intelligenz wird die Rolle eines kulinarischen DJs übernehmen: Sie wird "mischen" Wöchentliche Menüpläne mit neuen, aber vertrauten Zutaten, durch Empfehlungen wie zum Beispiel „Wenn Ihnen das gefällt, probieren Sie auch das.“Wenn Sie Kichererbsenhummus bestellt haben, könnte der nächste Vorschlag ein Granatapfel-Linsensalat oder ein Kürbiscurry mit Kokosmilch sein. Eltern legen künftig nicht nur Wert auf das körperliche Wachstum ihrer Kinder, sondern auch auf deren Darmgesundheit. Individuell zusammengestellte Mischungen aus Samen, Kräutern und Gewürzen werden so zu einer schnellen Lösung, um die Abwechslung auf dem Speiseplan zu erhöhen.

3. Sensorische Intention: Mehr als nur Geschmack
Multisensorische Innovationen – von knuspriger Textur bis hin zu unverwechselbarem Geschmack – sind in den letzten Jahren zum Synonym für Verspieltheit, Neuheit und virales Spektakel geworden, wenn wir Dubai-Schokolade als Beispiel nehmen. Sie stellen eine Flucht aus einem zunehmend virtuellen, eintönigen und isolierten Alltag dar.
Die nächste Entwicklungsrichtung wird jedoch von empathischen Ansätzen geprägt sein, wie Produkte für die besonderen sensorischen Bedürfnisse spezifischer Verbrauchergruppen entwickelt werden können, ohne dabei die Attraktivität für den allgemeinen Konsumenten zu verlieren. Bis 2030 werden Marken Farbe, Duft und Klang nutzen, um Produkte zu kreieren, die den spezifischen Bedürfnissen unterrepräsentierter Gruppen gerecht werden: ältere Menschen, neurodiverse Menschen oder Anwender von GLP-1-Medikamenten. Gleichzeitig werden diese Elemente auch traditionelle Konsummomente neu beleben. So werden beispielsweise gesellschaftliche Ereignisse wie Clubbesuche, die früher bis in die frühen Morgenstunden dauerten, zu morgendlichen DJ-Partys in Cafés.

Für die Hersteller in der Branche ist es unerlässlich, die sensorischen Erwartungen der Verbraucher zu verstehen – von der Textur über den Geschmack bis hin zur emotionalen Befriedigung –, um Produkte zu entwickeln, die bei allen Generationen, einschließlich der Generation Z und der Alpha-Generation, Anklang finden.
Kurz gesagt, die Mintel-Studie prognostiziert, dass das Jahr 2026 den Übergang von funktionellen Lebensmitteln zu Lebensmitteln mit Seele markieren wird: verankert in der Tradition, intelligent diversifiziert und so geschaffen, dass sie für alle zugänglich sind, ohne dabei auf Genuss zu verzichten.
Quelle des Artikels: Mintel veröffentlicht Prognosen für Lebensmittel und Getränke im Jahr 2026
Artikel geschrieben von Gabriela Dan, Chefredakteurin Arta Albă
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