• Im Kontext eines zunehmend gesundheitsorientierten Lebensmittelmarktes zeigen Verbraucher weltweit ein gesteigertes Interesse an Backwaren, Frühstückscerealien und Snacks, die Nährwert mit Geschmacksgenuss verbinden.
Aktuelle Statistiken zeigen, dass fast 60 % der Verbraucher Produktetiketten sorgfältig prüfen und dabei besonders auf Angaben zu gesundheitlichen Vorteilen und natürlichen Inhaltsstoffen achten. Insbesondere Ballaststoffe zur Förderung der Verdauung und ein reduzierter Zucker- oder Kaloriengehalt zur Gewichtskontrolle werden zu wichtigen Kriterien bei Kaufentscheidungen.
Die Ansprüche der Verbraucher gehen jedoch noch weiter: 78 % halten den Preis für einen entscheidenden Faktor, und 70 % legen Wert auf Geschmack. Dieses sensible Gleichgewicht stellt Hersteller vor große Herausforderungen. Sie müssen innovative Lebensmittel entwickeln, die nicht nur nahrhaft, sondern auch erschwinglich und schmackhaft sind. Vor diesem Hintergrund erweisen sich pflanzliche Proteine als vielversprechende Lösung, allerdings nicht ohne Hindernisse. Die hohen Kosten für Extraktion und spezielle Verarbeitung machen diese Zutaten teuer, und Probleme im Zusammenhang mit Geschmack, Textur und der Integration in Rezepte erhöhen die Komplexität des gesamten Prozesses.

Pflanzliche Proteine bringen oft unerwünschte Geschmacksnoten wie Bitterkeit oder ein zu intensives Aroma mit sich, die in empfindlichen Rezepturen von Backwaren dominieren können. Je höher der Proteingehalt, desto ausgeprägter treten diese Nebenwirkungen auf. Ihre funktionellen Vorteile sind jedoch unbestreitbar: Sie reichern Produkte ernährungsphysiologisch an, erzeugen ein Sättigungsgefühl und tragen zur endgültigen Struktur und Konsistenz bei. Dadurch werden sie, trotz ihrer technologischen Anforderungen, zu wertvollen Verbündeten für Rezepturentwickler.
Echte gesundheitliche Vorteile
Auch die Integration großer Mengen an Ballaststoffen birgt vergleichbare Herausforderungen. Ein zu hoher Anteil kann Farbveränderungen oder Geschmacksveränderungen hervorrufen, was bei Verbrauchern zu negativen Wahrnehmungen führt, da ballaststoffreiche Produkte oft mit einer rauen, trockenen oder unangenehmen Konsistenz assoziiert werden. Neben den sensorischen Aspekten beeinflussen Ballaststoffe die Teigverarbeitung, die Wasserbindung und das Endvolumen, wodurch es schwierig wird, eine gleichmäßige Konsistenz zu erzielen. Trotz dieser Nachteile bieten Ballaststoffe wichtige Vorteile, wie z. B. die Förderung des Sättigungsgefühls, die Unterstützung der Verdauung und die Aufrechterhaltung eines gesunden Cholesterin- und Blutzuckerspiegels.
Um diese Hürden zu überwinden, suchen Hersteller nach alternativen Rohstoffquellen jenseits konventioneller Optionen. Hier kommt Protein aus Gerste, einem uralten und preiswerten Getreide, ins Spiel, das Innovationen fördert und das Angebot an Backwaren und Snacks erweitert.

Wie kann diese alte Ressource zu einem Katalysator für die Differenzierung im Markt werden?
Gerste, eines der ältesten Getreide der Menschheit, ist aufgrund ihres Images als naturbelassenes und minimal verarbeitetes Lebensmittel nach wie vor ein wichtiger Bestandteil moderner Ernährung. Seit Jahrtausenden wird sie verwendet und bietet ein nachhaltiges Profil: Sie ist widerstandsfähig gegenüber unterschiedlichen Klima- und Bodenbedingungen, benötigt weniger Wasser und Dünger als viele andere Grundnahrungsmittel und verbessert durch Fruchtfolge die Bodengesundheit. Diese Eigenschaften machen sie zu einer umweltverträglichen Wahl für die moderne Lebensmittelproduktion.
Neben Umweltaspekten ist Gerste für ihren hohen Gehalt an Proteinen, Ballaststoffen und essenziellen Mikronährstoffen bekannt, die die Verdauung, die Regulierung des Blutzucker- und Cholesterinspiegels sowie ein langanhaltendes Sättigungsgefühl fördern. Ihr bekanntes Image als Vollkornprodukt spricht Verbraucher an, die nach natürlichen Alternativen in Backwaren, Snacks, Frühstückscerealien und anderen Getreideprodukten suchen. Gerste verleiht diesen Produkten eine dezente Röstnote, eine ansprechende Textur und ein funktionelles Nährstoffprofil.
In diesem innovativen Umfeld ClonBio-GruppeDas Unternehmen, ein führender Anbieter in der Getreideverarbeitung, betreibt die weltweit modernste Getreide-Bioraffinerie und die größte Biokraftstoffproduktionsanlage Europas. Die Anlage verarbeitet jährlich 300.000 Tonnen Gerste und erzeugt daraus nachhaltiges Protein für Lebensmittel, erneuerbare Energie und Biomaterialien. Durch die Anwendung eines Kreislaufmodells ohne Abfall optimiert die Bioraffinerie ihre Effizienz, minimiert die Umweltbelastung und integriert erneuerbare Energiequellen, wodurch sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Vorteile erzielt werden.

PurusPro – revolutionäres Produkt
ClonBio Foods, ein irisches Unternehmen, das sich auf innovative alternative Proteine und Ballaststoffe spezialisiert hat, hat entwickelt PurusPro®PurusPro ist ein Gerstenproteinkonzentrat. Dieses Produkt begegnet drei zentralen Herausforderungen der Lebensmittelindustrie: Kosten, Geschmack und Nachhaltigkeit. Nach dem Prinzip, Getreide in ähnliche Rezepturen zu integrieren, fügt sich PurusPro nahtlos in Brot-, Nudel- und Frühstücksflockenrezepte ein und greift die Vertrautheit der Verbraucher mit Gerste als natürlichem Vollwertprodukt auf. Mit über 60 % Protein und bis zu 20 % Ballaststoffen, einer hellbraunen Farbe und dezenten Getreidenoten lässt es sich leicht integrieren, ohne andere Aromen zu dominieren.
Durch die Kombination von Nährstoffen, funktioneller Leistungsfähigkeit und Nachhaltigkeit ermöglicht PurusPro den Herstellern die Entwicklung schmackhafter und gesunder Produkte, die auf die Marktanforderungen zugeschnitten sind.
Ein konkretes Beispiel liefert die Anwendung in Bäckereien. Die Nachfrage nach protein- und ballaststoffreichen Broten steigt stetig, da Verbraucher vollkornreiche, nährstoffreiche und schmackhafte Varianten bevorzugen. Backversuche haben gezeigt, dass die Zugabe von 15 % PurusPro zu Rezepturen den Proteingehalt von 8 % auf 12 % erhöht und somit etwa 9 Gramm Protein pro 70-Gramm-Portion liefert. Das Ergebnis: ein angenehmer Röstgetreidegeschmack, eine ansprechende Krume mit fester Struktur, unterstützt durch ein ausgewogenes Glutennetzwerk und natürliche Zusatzstoffe. Die Kruste ähnelt der von handelsüblichen Vollkornbroten, und die Backverluste bleiben vorhersehbar, was stabile Erträge gewährleistet. PurusPro ermöglicht somit die Herstellung von ernährungsphysiologisch verbesserten, optisch ansprechenden und leicht zu verarbeitenden Broten, die den Trends zu gesunder Ernährung und Clean Labeling entsprechen.

Mehrfachnutzung
Im Bereich knuspriger Snacks wie Cracker beweist PurusPro eine bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit. Verbraucher suchen nach protein- und ballaststoffreichen Produkten, ohne dabei Kompromisse bei Textur oder Geschmack einzugehen. In Versuchen führte der Ersatz von 20 % Weizenmehl durch PurusPro in Varianten mit Milchprodukten und Ei, reinen Eiprodukten oder in rein veganen Varianten zu stabilen und elastischen Teigen, die sich leicht formen und ausrollen ließen und für die industrielle Produktion geeignet waren. Die fertigen Produkte wiesen eine einheitliche Farbe und unterschiedliche Texturen auf: knusprig und zart in der Milchproduktvariante, rustikal und fest in der Ei-Variante und sehr trocken und knusprig in der veganen Variante. Die milden Getreidenoten verstärkten den Geschmack, ohne einen bitteren Nachgeschmack zu erzeugen. Der Proteingehalt erreichte 16,6–19 Gramm pro 100 Gramm, wodurch die Produkte als … gelten. "reich an Proteinen"und der Ballaststoffgehalt erreichte 4,5 Gramm pro 100 Gramm, was die Behauptungen stützt "Faserquelle".
Nicht zuletzt trägt PurusPro im Segment der Extrudate – von Snacks bis hin zu Frühstückscerealien – zum Marktwachstum bei, das durch die Nachfrage nach praktischen und nahrhaften Alternativen angetrieben wird. PurusPro wird in Rezepturen mit bis zu 40 % Maismehl für Snacks oder Gerste für Cerealien beigemischt und behält dabei seine guten Fließeigenschaften beim Mischen und Extrudieren, ohne die spezifische mechanische Energie zu beeinträchtigen. Texturanalysen zeigen eine Härte und Knusprigkeit, die mit handelsüblichen Produkten vergleichbar sind. In Verbrauchertests erzielten Cerealien mit PurusPro höhere Beliebtheitswerte, insbesondere nach dem Einweichen in Milch. Diese Innovationen reduzieren den Kohlenhydratgehalt und erhöhen gleichzeitig den Protein- und Ballaststoffgehalt – für gesündere Produkte.
Da sich die Verbraucherpräferenzen stetig weiterentwickeln, wird die Anpassung an Nachhaltigkeitsanforderungen unerlässlich, ohne dabei Geschmack, Nährwert oder Bezahlbarkeit zu beeinträchtigen. Lösungen wie PurusPro können die Branche voranbringen und höhere Standards für Umweltschutz und Nährstoffanreicherung fördern.
Quelle des Artikels: ClonBio Foods: Die nächste Generation natürlicher Pflanzenproteine und -fasern.
Artikel geschrieben von Gabriela Dan, Chefredakteurin Arta Albă
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