• Die europäischen Agrarrohstoffmärkte befinden sich in einer Phase der Vorsicht und kontrollierten Volatilität, bedingt durch eine sich verändernde geopolitische Landschaft und Produktionsaussichten, die weiterhin einen Abwärtsdruck auf die Notierungen ausüben.
Die teilweise Deeskalation im Nahen Osten hat den internationalen Finanzmärkten neuen Optimismus verliehen. Präsident Trumps Aufruf zur Deeskalation im Konflikt zwischen Israel und Iran, gefolgt von der Etablierung einer fragilen Waffenruhe, trug zur Dämpfung der Rohölpreise bei, die am New Yorker Markt auf etwa 90 US-Dollar pro Barrel fielen. Diese Entwicklung schwächte den Dollar und beflügelte die Investitionsbereitschaft. Das Euro/Dollar-Währungspaar fand technische Unterstützung bei der wichtigen Marke von 1,1500 und stieg am Dienstagmorgen auf 1,1540 – ein Zeichen für eine weitere Entspannung der Währungsspannungen.
Vor diesem etwas entspannteren makroökonomischen Hintergrund bleibt der europäische Getreidemarkt von agrometeorologischen Faktoren beeinflusst. Die Wetterbedingungen gelten in einem weiten Gebiet, das sich vom Atlantik bis zum Uralgebirge erstreckt, als günstig für den Anbau und stärken die Produktionsaussichten sowohl in Europa als auch im Schwarzmeerbecken. Dieses potenzielle Überangebot erschwert jegliche Versuche einer technischen Preiserholung, insbesondere nach den starken Rückgängen der letzten Woche.
Weizen an der Euronext mit Liefertermin September 2026 konnte seine psychologisch wichtige Marke von 200 € pro Tonne verteidigen, nachdem er kurzzeitig versucht hatte, sich bei 199,50 € pro Tonne einzupendeln. Die Widerstandsfähigkeit dieser Unterstützung wird von den Marktteilnehmern genau beobachtet, die nach Anzeichen einer Stabilisierung suchen. Die Notierungen für die Folgetermine deuten auf einen Preisanstieg hin: Dezember 2026 bei 209,50 € pro Tonne, März 2027 bei 214,50 € pro Tonne und September 2027 bei 218,50 € pro Tonne – was die Erwartungen hinsichtlich der Lagerkosten und saisonaler Unsicherheiten widerspiegelt.
Mais steht aufgrund schwacher internationaler Preise unter zusätzlichem Druck. Der August-2026-Kontrakt fiel gegenüber dem Vortag um 1,75 Euro pro Tonne auf 217 Euro pro Tonne und konnte die Erholung vom Freitag nicht bestätigen. Der November-2026-Kontrakt notierte bei 206,25 Euro pro Tonne und erholte sich leicht, während der August-2027-Kontrakt bei 198 Euro pro Tonne gehandelt wurde, was auf eine längerfristige Preisabschwächung hindeutet.
Vergewaltigung durchbrach eine weitere zögerliche Sitzung am EuronextDamit wiederholte sich das Verhalten der vorangegangenen Sitzung. Der August-2026-Kontrakt konnte sich jedoch über der Unterstützung von 520 Euro pro Tonne halten und schloss mit einem leichten Plus von 1,75 Euro pro Tonne bei 521,50 Euro pro Tonne. Längerfristig betrachtet deuten die Kurse für die 2027 fälligen Kontrakte auf einen leichten Korrekturtrend hin, wobei der August-2027-Kontrakt auf 497,25 Euro pro Tonne fiel.
Insgesamt bleibt der europäische Agrarmarkt in einem angespannten Gleichgewicht: Zwar hat die Geopolitik kurzzeitig für etwas Entlastung gesorgt, doch die Angebotslage – mit erwarteten reichen Ernten in den wichtigsten Anbaugebieten – begrenzt das Potenzial für Preissteigerungen. Die Marktteilnehmer richten ihr Augenmerk weiterhin auf die Wetterentwicklung in den kommenden Wochen und auf Signale der amerikanischen Märkte, die maßgeblich die Richtung der kurzfristigen Kurse bestimmen werden.

Euronext-Kurse vom 09.06.2026 (GMT+1)
Weizen (€/t)
| September 2026 | 201.75 | +1.00 |
| Dezember 2026 | 209.50 | +0.75 |
| März 2027 | 214.50 | +0.50 |
| Mai 2027 | 217.75 | +0.00 |
| September 2027 | 218.50 | -0.50 |
Mais (€/t)
| August 2026 | 216.50 | -0.50 |
| November 2026 | 206.25 | +0.50 |
| März 2027 | 210.25 | -0.50 |
| Juni 2027 | 214.25 | +1.00 |
| August 2027 | 198.00 | -15.00 |
Raps (€/t)
| August 2026 | 520.75 | -0.75 |
| November 2026 | 526.00 | -1.00 |
| Februar 2027 | 526.25 | -1.25 |
| Mai 2027 | 523.75 | -1.25 |
| August 2027 | 497.25 | -2.75 |
Artikel geschrieben von Gabriela Dan, Chefredakteurin Arta Albă
Lesen Sie weiter über Weiße Kunst und: Algenöl – Die neue Grenze einer nachhaltigen und gesunden Gastronomie


