• Die politische Instabilität in Frankreich und die damit einhergehenden Haushaltsprobleme schwächen den Euro, was sich auf den Getreidemarkt auswirkt.
Das Euro/Dollar-Paar testete gestern die seit Ende August bestehende Unterstützungsmarke von 1,1650. Dies gab dem europäischen Getreidemarkt Anfang der Woche einen kleinen Aufschwung. Angesichts der Regierungsschließungen zeigt jedoch auch der US-Dollar Anzeichen von Schwäche, was den Markt wieder ins Gleichgewicht bringt und das Euro/Dollar-Paar wieder über 1,1700 bringt.
Zu Beginn dieser Woche konsolidierten sich die Weizen- und Maispreise, die sich noch immer in einem Abwärtstrend befanden und von einem weltweiten Getreideüberangebot geprägt waren, in Erwartung neuer Entwicklungen.
Saudi-Arabien hat gestern den Kauf von 455.000 Tonnen Weizen mit 12,5 % Proteingehalt formalisiert. Der Großteil dieser Mengen soll aus dem Schwarzen Meer stammen, was den Preis dieser Sorten stabil hält.
Der Rapspreis hingegen erholte sich zu Beginn dieser Woche und erreichte Euronext bei 460 €/t für die Fälligkeit im November 2025.
Amerikanischer Markt
In dieser ungewöhnlichen Zeit der Handelsverhandlungen mit China und eines bundesstaatlichen Shutdowns herrscht auf dem US-Getreidemarkt Unsicherheit. Die Preise haben sich zu Beginn dieser Woche kaum verändert.
Die Weizenpreise sind leicht gesunken, da der Erntedruck beim Sommerweizen weiterhin spürbar ist. Letzte Woche wurden über 500.000 Tonnen exportiert, sodass sich die Gesamtmenge des seit Saisonbeginn verschifften US-Weizens auf 10,2 Millionen Tonnen beläuft, ein Plus von 17 % gegenüber dem Vorjahr.
Auch der Maismarkt verzeichnete einen leichten Anstieg, während die Lage bei Sojabohnen unverändert blieb. Der gestrige Aktienmarkt befand sich nahezu im Gleichgewicht. Im Gegensatz zu Weizen und Mais schwächeln die Sojabohnenexporte aus den USA zu Beginn der Saison. Nach einem Monat Saison erreichen sie kaum 3 Millionen Tonnen, 15 % weniger als im Vorjahr. Unter den Zielländern fehlt ein großer Teil: China.
Ohne den Erntefortschrittsbericht USDADer Markt ist weiterhin unsicher über den Verlauf der US-Ernte, die derzeit bei 30 % für Mais und 40 % für Sojabohnen liegen dürfte.

Euronext-Kurse 06.10.2025 (GMT+1)
Weizen (€/t)
| Dezember 2025 | 187,75 | +0,00 |
| März 2026 | 192,50 | -0,75 |
| Mai 2026 | 197,25 | -1,00 |
| September 2026 | 204,75 | -0,75 |
| Dezember 2026 | 211,25 | -0,50 |
Mais (€/t)
| November 2025 | 182,50 | +0,50 |
| März 2026 | 185,50 | -1,00 |
| Juni 2026 | 189,75 | +0,50 |
| August 2026 | 193,00 | +0,25 |
| November 2026 | 195,75 | +0,00 |
Raps (€/t)
| November 2025 | 462,50 | +4,50 |
| Februar 2026 | 464,50 | +2,25 |
| Mai 2026 | 464,75 | +1,75 |
| August 2026 | 457,25 | +2,00 |
| November 2026 | 461,50 | +2,00 |
Artikel geschrieben von Gabriela Dan, Chefredakteurin Arta Albă
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